



Werburger
Der Werburger war ein Wörgler Kriegsdenkmal aus dem Jahr 1915. Vorbild war der „Wehrmann aus Eisen“ in Wien am Schwarzenbergplatz. Wie in Wien war auch das Wörgler Denkmal mit einem sozialen Zweck verbunden. Wer mindestens eine Krone bezahlte, durfte einen Nagel einschlagen. Das Geld floss in einen Unterstützungsfonds für Kriegswitwen und Waisen. Der Wörgler Werburger wurde vom Wörgler Krippenvater Johann Seisl geschnitzt. Am 13. Mai 1915 wurde er an der Westseite der Pfarrkirche feierlich aufgestellt. Das Datum war bewusst gewählt, denn es erinnerte an die Schlacht bei Wörgl vom 13. Mai 1809 im Tiroler Freiheitskampf, bei der über 1.000 Menschen ums Leben kamen. Schon beim ersten Nagelschlagen kamen 595 Kronen und 43 Heller zusammen. Auch Schulkinder beteiligten sich und sammelten durch das Beschlagen kleiner Wappen weitere 344 Kronen und 97 Heller. Das Geld war für Witwen, Waisen und Kriegsversehrte bestimmt. Das letzte Nagelschlagen fand 1918 statt.

